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Inschriften in München

Attentat im Olympischen Dorf 1972

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Während der XX. Olympischen Sommerspiele 1972 in München kam es im Olympiadorf zu einer blutigen Geiselnahme unter den israelischen Sportlern. Den Opfern dieses Verbrechens ist die hier beschriebene Gedenktafel gewidmet.

Foto Olympia-Attentat 1972: Gedenktafel Connollystraße

Inschrift

Anreise
Diskussion
Internet
Literatur

Foto rechts: Hans-Rudolf Hower 2015
Foto links: Wikimedia-User High Contrast
(in Wikipedia unter Creative Commons Attribution 3.0 Germany license)

Foto Olympia-Attentat 1972: Denkmal FFB

Denkmal am Fliegerhorst Fürstenfeldbruck

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Inschrift

Originaltext

In diesem Gebäude wohnte
während der XX. Olympischen
Sommerspiele die Mann-
schaft des Staates Israel,
vom 21.VIII.bis zum 5.IX.1972.
Am 5. September starben
eines gewaltsamen Todes

David Berger
Seew Friedman
Josef Gutfreund
Elieser Halfin
Josef Romano
Amizur Shapira
Kehat Shorr
Mark Slavin
Andre Spitzer
Jaakow Springer
Moshe Weinberger

Ehre ihrem Andenken

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Kommentar

Man wollte fröhliche Spiele unter Freunden feiern und rechnete nicht wirklich mit dramatischen Auswirkungen der Lage im Nahen Osten auf das weltweite Sportfest. Man wollte sich auch von den Nazi-Spielen von 1936 distanzieren. Dementsprechend waren die Sicherheitsvorkehrungen im Vorfeld aus heutiger Sicht völlig ungenügend, und man war auf eine so gewaltsame Geiselnahme weder materiell noch personell vorbereitet.

Diese Gedenktafel ehrt auf Deutsch und auf Hebräisch alle israelischen Opfer der blutigen Geiselnahme und des noch blutigeren, schlecht koordinierten Befreiungsversuchs auf dem Rollfeld des Fliegerhorsts Fürstenfeldbruck. Schon in der Sportlerwohnung im Olympiadorf wurde der Ringer-Trainer Mosche Weinberg bei einem Fluchtversuch erschossen. Ebenfalls dort wurde der Gewichtheber Josef Romano durch Schüsse schwer verletzt und starb, weil kein Arzt zu ihm gelassen wurde. Die übrigen neun Mitglieder der israelischen Sportmannschaft kamen in den beiden Hubschraubern ums Leben, in denen man sie samt den Attentätern auf das Flugfeld des Fliegerhorsts Fürstenfeldbruck transportiert hatte, wo – fiktiv – ein Fluchtflugzeug bereitstand.

Die Befreiungsaktion auf dem Fürstenfeldbrucker Flugfeld war ein einziges Chaos, das für alle Geiseln, den eigentlich unbeteiligten deutschen Polizisten Anton Fliegerbauer und fünf der acht Terroristen tödlich endete. Außerdem wurden einige Polizisten durch Schüsse ihrer eigenen Kollegen schwer verwundet, weil sie für diese im Dunkeln nicht als solche zu erkennen waren und anscheinend keiner die Position des anderen genau genug kannte. Auch waren die beiden Hubschrauber ungeplant in einer Richtung zum Stehen gekommen, die die ursprüngliche Planung der Schussbahnen der (nicht als Scharfschützen ausgebildeten) Polizisten außer Kraft setzte. Ganz zu schweigen davon, dass die Polizisten weder Helm noch schusssichere Westen trugen. Näheres siehe Blutiges Ende des Olympia-Attentats 1972 sowie Wikipedia unter Geiselnahme von München.

Die unterschiedlichen Schreibweisen der Namen im Vergleich mit den Angaben des Denkmals in Fürstenfeldbruck kommen daher, dass es sich um verschiedene Transkribierungen aus dem Hebräischen handelt – und diese auch nicht konsequent durchgehalten wurden. Im hebräischen Teil der Inschrift sind die Namen der Opfer länger, weil zwischen Vor- und Nachnamen „ben” (Sohn des) und der Vorname des Vaters eingefügt ist.

Einigen Mitgliedern der israelischen Sportmannschaft gelang noch im Olympiadorf die Flucht durch die Fenster im Erdgeschoss ihrer Wohnung. (Die Wohnungen im Olympiadorf gehen auch heute noch über zwei Stockwerke.)

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Literatur

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Fürstenfeldbruck

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Fliegerhorst Fürstenfeldbruck

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Geiselnahme in München

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Olympia-Attentat

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Internet

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Adresse / Eigner

Anmerkungen

München

In dt. Wikipedia.

Ausführlicher Lexikonartikel über die Stadt München.

Olympisches Dorf

In dt. Wikipedia.

Lexikonartikel über das Olympische Dorf in München.

Fürstenfeldbruck

In dt. Wikipedia.

Lexikon-Artikel über die Stadt Fürstenfeldbruck.

Flugplatz Fürstenfeldbruck

In dt. Wikipedia.

Lexikonartikel über den Flugplatz Fürstenfeldbruck, der wegen seiner langjährigen Nutzung als Militärflughafen meist Fliegerhorst genannt wird. Das hier beschriebene Denkmal wird darin genannt und in Beziehung zum Münchener Olympia-Attentat 1972 gesetzt.

Geiselnahme von München

In dt. Wikipedia.

Lexikonartikel über das Münchener Olympia-Attentat 1972.

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Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln

Zur Anreise nach München siehe Inschriften in München.

Vom Hauptbahnhof München aus gibt es hauptsächlich zwei Fahrmöglichkeiten zum Olympiazentrum. Die erste führt mit der U-Bahn zum Scheidplatz und mit einer weiteren U-Bahn von dort zum Olympiazentrum. Die andere Fahrmöglichkeit führt mit der S-Bahn zum Marienplatz und von dort mit der U-Bahn zum Olympiazentrum. Verlassen Sie den U-Bahnhof Olympiazentrum in Richtung des Kopfendes Ihres Zuge und gehen Sie in gleicher Richtung weiter durch den Busbahnhof und an der Lerchenauer Straße entlang bis zum Helene-Mayer-Ring, in den Sie nach links einbiegen. Etwas weiter biegen Sie nach links in die Connollystraße ein und gehen bis zur Nummer 31.

Angaben zur Anreise entsprechen unseren persönlichen Kenntnissen oder sogar Erfahrungen, aber wir können keinerlei Verantwortung für ihre Richtigkeit übernehmen. Wenn Sie diese Seite lesen, können sich in der Wirklichkeit Veränderungen ergeben haben.

Auskünfte zum S-Bahn- und Busverkehr geben die Deutsche Bahn und der Münchener Verkehrsverbund.

Hans-Rudolf Hower 2015

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Häufige Fragen - Webmaster

Letzte Aktualisierung: 04.04.16